Liedermacher in der Kneipe mit Willy

 

Man nehme drei knuddelige Sympathieträger, ausgefeilten Gitarrensound, intelligente Texte und witzige Moderationen - fertig ist der "Nachtschwärmer"-Abend im Stadttheater. Was Armin W. Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik alias "Bach3Barden1Band" boten, war stark und voll auf der Höhe der Zeit.

 

Mit dem Gutmenschentum, das seit Jahren so viel geschmäht wird, mit Mülltrennung und biologisch-dynamischer Ernährung, hat das alles nichts zu tun. "b3b1b", wie sich die Combo kurz nennt, legen eine gesunde Wut an den Tag. Sie sind sauer über Ungerechtigkeiten, engstirniges Gelaber und Intoleranz, über Armut und Perspektivlosigkeit. Unterlegt mit komplexen Gitarrenriffs und tollen Satzgesängen klingt das richtig rund macht Laune. Manche "Bach"-Stücke haben etwas von schaurigen Moritaten an sich, erzählen düstere Begebenheiten im Märchenstil, andere sprudeln munter wie das Kinderbuch von der "Roten Zora". Ob sich über einen karrieristischen Wichtigtuer lustig gemacht wird oder über die eigenen Gewichtsprobleme und das Älterwerden - immer treffen die drei Freunde den Nagel auf den Kopf. Und das muss schließlich weh tun, sonst geht er nicht in die dicken Bretter hinein, die manche Leute vor der Stirn haben.

 

Musikalisches Denkmal

 

Also schrecken die Barden auch nicht davor zurück, Familienmorde im Reihenhaus detailliert zu beschreiben oder den entlassenen Quelle-Mitarbeitern ein musikalisches Denkmal zu setzen. Letzeres war auch schon bei "Die Menschen von Primondo und Quelle" im Stadttheater zu hören, einem Abend von und für ehemalige Beschäftigte, die auf der Straße stehen. Das Stück beschreibt die Emotionen, die die ganze Region ergriffen, als der große Versandhandel dicht machte, so gut, dass es quasi zum Hit der Band avancierte. Wer danach einen Kloß im Hals hatte, konnte sich beim satirischen Trucker-Song "Schweine nach Berlin" wieder freilachen.

 

Bach gibt den Politischen, Kugler den fröhlichen Plauderer und Waloschik besticht durch seine virtuose Gitarrenkunst, indem er besonders komplexe Parts übernimmt. Nur gut, dass diese Künstler sich nach einer Auszeit wieder zusammengefunden haben. Denn bei ihnen schimmert ein bisschen Konstantin Weckers berühmter "Willy" durch, der Ursong aller Liedermacher, zumal in Bayern. Man fühlt sich, als würde man mit der legendären Figur in der Kneipe sitzen - und das garantiert einen zündenden Abend.

 

Quellennachweis: Fürther Nachrichten 31.01.2011 Claudia Schuller

 

 

Blues mit Botschaft  -  Bach3Barden1Band in der "Koffer"

 

Auf die gute alte Liedermachertour versuchte es die mit ihrem Quelle-Song "Ich bin" bekannt gewordene Bach3Barden1Band - kurz: b3b1b - am Donnerstagabend in der Kofferfabrik. Der Erfolg: riesig

 

Eigentlich wollten sie nie als Liedermacher auf dem Barhocker enden. Aber wie das Leben eben so spielt: Nun sitzen Armin W. Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik alias b3b1b eben doch auf dem Barhocker - und legen los. Das Ergebnis? Zum Teil satirisch und bissig, wie etwa bei "Schweine nach Berlin", aber auch melancholisch ("Eiszeit", "Cherrio"). "Ich bin", jener Titel, der den geschassten Quelle-Mitarbeitern gewidmet ist, zeigt, dass die drei sich beileibe nicht mit heiter-skurrilen Themen zufrieden geben.

Nach Startschwierigkeiten und kurzzeitiger Auflösung hat sich das Trio wieder zusammengerauft und ist inzwischen auch über Frankens Grenzen hinaus bekannt. Ob auf dem Bardentreffen, in Clubs und auf Kleinkunstbühnen oder auch beim Schlagerfestival im Mannheimer "Capitol" - für b3b1b läuft's gerade wie geschmiert. Kein Wunder, denn unter die Haut gehender Blues, einschmeichelnde Gitarrenläufe bis hin zum harten Rock sowie balladenhafte Gesangseinlagen bringen das Publikum zum Mitschnippen, Mitsingen und vor allem: zum Nachdenken.

 

Quellennachweis: Fürther Nachrichten 02.10.2010 SVO

 

 

Konzert Bach3Barden1Band auf Nordstrand

 

Nicht nur wegen des Namens fällt das Trio aus dem Rahmen. "Bach3Barden1Band" - gaben ein Konzert in der Gaststätte Zur Nordsee am Norderhafen. Jürgen Pöthau hatte sie, Armin W. Bach (Gitarre und Gesang), Stefan Kugler (Bass, Gesang) und Marcus Waloschik ( Gitarre, Gesang), also drei Barden, somit eine Band, auf die grüne Halbinsel eingeladen. "Daher der Name", so das Aha-Erlebnis einer Urlauberin. Erfrischend spritzig, gewürzt mit einer Menge schwarzem Humor, kamen die drei aus dem Frankenland daher und gaben ihr Debüt auf der grünen Halbinsel. Von Anfang an war dem Publikum klar: "da liegt was in der Luft", wie es denn aus der Runde hieß. Rasch waren die Vollblutmusiker in ihrem Element. Mal Moritat, mal Parodie, , alles in unverwechselbaren Bayrisch, brachten sie die Gäste in Fahrt und zwangen zum Zuhören. Da gab es zum einen schwarzhumoriges, wie die Geschichte vom lahmen Jakob, die Vorbereitung auf das Ende nach dem Motto "eines Tages bist Du dran" oder die Morde im trauten Familienkreis, zum anderen die lebensbejahrenden Geschichten, zumindes aus der Sicht der Barden, über das Idealgewicht und das Lied vom Herrn Wichtig. Mit Moritatenfolk und Akustik-Rock zeigten die Akteure ihre musikalische Bandbreite. Bissige, freche oder romantische Texte, gepaart mit filigranen Gitarrenklängen, treibendem Bass-Spiel und klangvollen Gesängen, machten das Konzert zum Hörerlebnis. Verzückt lauschte jeder den virtuosen Gitarren-Soli des studierten Musikers Waloschik. Mit dem Abschiedslied "Cheerio, vielleicht seh'n wir uns niemals wieder" sagten die sympathischen Herren Adieù. Die zahlreichen Besucher dankten den Musikern mit viel Applaus und immer wieder dem Organisator für den "guten Griff". Der entschied spontan: "Die spielen im kommenden Jahr auf den Musiktagen". Doch wer weiß denn schon, ob es nach dem Lied ein Wiedersehen gibt.

 

Quellennachweis: Text: Kurverwaltung Nordstrand

 

 

B3B1B "Live!"  CD-Besprechung

 

Die Entstehungsgeschichte der Band ist gar nicht so leicht zusammenzufassen. Alles begann 1987, als sich Armin W. Bach und Stefan „Kugie“ Kugler trafen. Man wollte zusammen Musik machen und die unterschiedlichsten Musikstile mit ausdrucksstarken Texten, einer inhaltlichen Handlung und optischen Elementen verbinden. Über die Jahre folgten einige Besetzungswechsel, bis irgendwann mit Marcus Waloschik der richtige dritte Mann gefunden wurde. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Programm auf die Beine gestellt und getourt. Und da war es egal, wie groß die Bühne war, auf der man spielte. Die Songs der aktuellen CD wurden während eines Konzertes beim Bardentreffen in Nürnberg 2008 aufgenommen und geben einen schönen Einblick in ein Live-Konzert von B3B1B, inklusive Publikumsstimmung. Und die war wirklich gut. Kein Wunder, denn die Songs reißen mit ihrem Witz und Charme jeden mit, und der fränkische Dialekt und der Liedermacher-Charakter machen die Musik des Trios noch sympathischer.

 

Quellennachweis: Musiker 4/2209 A. D.-J.

 

 

Dessous für die Barden

 

"Bach, drei Barden, eine Band" sorgten für vergnüglichen Abend

 

Burgthann – "Locker, flockig, schwarzhumorig", wenn sich wer selbst so charakterisiert, erinnert das mächtig an "Grautvornix", jenen im tiefsten Kern dennoch sympathischen Neffen von Majestix. Wenn überdies das Livree statt in bunt - wie bei Asterix & Co. – aus Dunkelschwarz besteht, dann erinnert dies massiv an die Urzeiten des Rock. Eine gehörige Portion dieser unverfälschten Art zu musizieren haben sie in das neue Jahrhundert hinübergerettet oder gar wiederbelebt. Das Trio, das aus dem Rahmen fällt: Bach, drei Barden, eine Band.

Der Ton macht bekanntlich die Musik und die ist durchgängig verbindlich. Mal Moritat, mal Parodie, nie jedoch exzentrisch. Gewürzt sogar mit einer wenig ernst gemeinten Rap-Einlage. Der Spannungsbogen will einfach nicht abreißen. Das hellhörige Publikum versteht die Botschaft, kichert, schmunzelt, wirft spontan Dessous bei einer "Performance" und entzieht sich auch nicht der Aufforderung zur rhythmischen Begleitung oder gar zum Mitsingen. Ein genüsslicher Abend in heimeliger, intimer Umgebung.

Liedermacherei, ein ungesicherter Begriff. Armin W. Bach (Gitarre und Gesang), Stefan Kugler (Bass und Gesang) und Marcus Waloschik (Gitarre und Gesang) zeigten mit ihrem abwechslungsreichen Programm beinahe dessen gesamte Bandbreite auf. Den wohlklingenden Dreigesang, auch mal als à capella, dabei meist dominiert von Bachs räucherigen Stimme, fügten sich die drei Gitarren botmäßig unter. Bisweilen verzückte die virtuose Perfektion Waloschiks bei dessen Solis.

Der berühmte rote Faden, der sich durch zahlreiche Programme zieht, bei Bach & Co. müsste er schwarz sein. Ein Shanty vom Nürnberger Dutzendteich "Käpt´n, Käpt´n") oder eine empfindsame Moritat vom Leichenwagenjogging des lahmen Jakob im 30jährigen Krieg ("der Mensch bestimmt was hässlich oder schön") sind da noch leichter zu verkraften.

Was aber, wenn Schwarzhumoriges (Litanei aller Krankheiten,) sich zum Morbiden ("eines Tages bist du dran" oder "fünf Morde im Einfamilienhaus") entfaltet, wünscht man sich wieder Lebenbejahendes. Auch kein Problem für die drei Barden: Entweder eine Persiflage aufs Idealgewicht und den Diätspleen ("Männer ohne Ranzen haben bei den Frauen vielmehr Chancen") oder das Klagelied eines Casanovas in der Mittlebenskrise, der mehr Prügel als Gunst bezieht ("Lieber Gott ich werd alt").

Die bekennenden Franken (darunter ein missionierten Norddeutscher) zeigten sich aber auch von ihrer liebenswerten Seite. Unvernehmbar mag man da als Zuhörer mit summen bei: "Ich bin a Nürnberger Bou". Der dringenden Bitte von Bach, keinesfalls zwischen den hintersinnigen (Text-)Zeilen des Trucker-Songs zu lesen, war unmöglich nachzukommen, wenn da zu hören ist: "Schweine nach Berlin". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Zum liedmäßigen Glanzstück avancierte letztlich die Zugabe. Gleichsam ein zu Herzen gehendes Abschiedslied: "Cheerio, mein lieber Freund". In der Tat, als Freunde ging man auseinander.

Quellennachweis: Der Bote  -  09/09  -  wem/63

 

 

Kraftvoller Vortrag - perfekt ausgeführt

Drei Barden mit Musik, die wachrüttelt und nach Kommunikation verlangt

BURGTHANN - Eine klare Antwort auf die Frage blieben sie schuldig: Nennen sie sich nun Liedermacher, Bänkelsänger, Songwriter, Chansonnier oder Barde? Mit Liedermacher bezeichnet man Sänger, die ihre Musik und Texte selbst schreiben, bei denen man zwischen den Zeilen lesen soll. Umherziehende Bänkelsänger illustrierten einstens gesanglich, was gegenwärtig an Unglücksfällen, Familientragödien, Morden, Naturkatastrophen oder Liebesgeschichten passierte. Der Songwriter mag es gern politisch, ein Chansonnier betont die Schwärmerei für das schöne Geschlecht. Und Barden? Feinsinnig trugen sie an den Höfen der adeligen Oberschicht ihre Geistesgüter an.

Was aber überlebt, wenn derartige Typisierungen rundweg allesamt zutreffen? Wenn aus jedem Metier Anleihen genommen und zu einem völlig neuen Gemenge vermischt werden? Mit eingängigen Melodien, mit anspruchsvoller und teils aggressiver Poesie, kraftvoll im Vortrag und perfekt in der Ausführung, so ist sie, die Liedermacherei von heute - und weit entfernt vom verstaubten Ruf, der diesem Genre gelegentlich anlastet. Bach - Drei Barden - eine Band, ihre Art und Weise, Musik zu machen, wirkt wie Magie, rüttelt wach, velangt nach Kommunikation.

Musikalisch gesehen ist die Gruppe um Armin Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik auf vielen Sektoren aktiv, wechselt von einem Stil zum anderen, nimmt Anleihen aus der Country-Szenerie oder dem Shanty-Metier, um letztendlich wieder beim Rock zu ankern. Doch bei aller im Laufe des vergnüglichen Abends nicht zu übersehenden und überhörenden Musikalität offenbaren sie einen vordergründigen schwarzen Humor, keinesfalls bitterböse, eher mit einem Augenzwinkern, und ausdrücklich nie unter der Gürtellinie.

Munter reihte die Gruppe Song an Chanson, Melodie an Rezitativ. Dabei verschonten sie mitnichten Anstößigkeiten im sozialen Gefüge unserer Gesellschaft. "Soll man da nicht reformieren?" fragten sie gleichsam im "Lied der Straßenmusikanten". Aufmerksames Hinhören war unerlässlich, wenn es Unkenrufen gleich hieß: "Ob König oder Bettler, reich oder arm, eines Tages bist auch du dran". Und ob wir die Veränderungen in unserem Land schon "bemerkelt" hätten, wollten sie wissen. Texte auf höchstem, kritischen Niveau.

Dialog kam nicht zu kurz

Beil aller Sangesfreude, der Dialog mit dem Publikum kam dennoch nicht zu kurz, spontane Reaktionen der Zuhörer waren stets willkommen. "Was ist eine Moritat?" lautete ein provokatives Rätsel. Allein der Mensch bestimme darin, was hässlich ist und was schön. Doch auch positive Signale trafen auf offene Ohren: "Alles wird gut", das könnte auch "Angie" gefallen, meinte Barde Bach süffisant lächelnd.

Ihr umfangreiches Repertoire sei allen Ernstes dazu geeignet, fränkische Kultur in die Welt zu tragen, so ihr Credo. Auftritte im Norden seien somit verpflichtend. Ob dort allerdings jene Reportage über "ein U-Boot im Dutzendteich" in seiner vielsagenden Bedeutsamkeit verstanden wird? Gleichwohl, der berühmte Funke sprang spät, aber er sprang. "Lieber Gott ich werd alt", "Arbeitslos" - Titel, die auch den abgebrühtesten Nerv treffen müssen. "Zuckerle" - wie Politiker vor einer Wahl - wollten die drei Barden am Ende ihres höchst eindrucksvollen Auftrittes ebenfalls verteilen.

Verbaten sich allerdings, zwischen den Zeilen zu lesen, wenn es im Truckerlied "Cargo" hieß: "Schweine nach Berlin". War es in Wirklichkeit eine Andeutung, im Finale an ihren ersten Auftritt in der Gemeinde vor sieben Jahren zu erinnern? Und mit dem wunderschönen - teilweise a-capella gesungenen - Abschiedslied "Cheerio, vielleicht seh'n wir uns niemals wieder" verließen drei liebenswürdige Künstler die Bühne.

 

Quellennachweis: Der Bote / wem/63

 

 

Drei Barden, eine Band, und alles wird gut

"Bach" gastieren in Katzwang

"BACH - Drei Barden, eine Band"- in diesem Fall ist schon mit der Unterzeile alles erklärt. Nach über zwölf Jahren im lokalen Untergrund und zahlreichen Konzerten im ganzen Bundesgebiet legen Armin W. Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik (alle früher bei "Baku") mit "Alles wird gut" ihre erste vollständige CD vor.

Unter die zwölf kraftvoll und leider auch ein wenig glatt produzierten Folksongs, Moritaten und Rockballaden haben sich einige Perlen gemischt: Die originelle Fernfahrernummer "Cargo", das treibende Meutereilied "Käpt'n, Käpt'n" und das flotte Traditionell "Drill ye' tarries drill" versöhnen Fans von "Truckstop" und "Subway To Sally" und könnten sogar bei der Wecker/Wader-Liedermacherfraktion punkten. Höhepunkt ist jedoch die über siebenminütige "Legende vom lahmen Jakob" - eine starke Ballade, die auch besagte "Subway To Sally" atmosphärischer nicht besser hingekriegt hätten.

Leider sind nicht alle Songs so spannend geraten. Was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt, denn als Barden sind die Drei aus Schwabach vor allem live ein Spaß ...

 

Quellennachweis: Nürnberger Nachrichten 16.Dezember 2004 / gnad

 

 

Zeitkritisches und Klassiker im Folk Inn

 

Beratzhausen (bm). Wann bekommt ein Journalist schon mal ein Lied über seinen Berufsstand zu hören? Dieses seltene Ereignis gab es am vergangenen Freitag beim Konzert von "Bach 3 Barden 1 Band" im Folk Inn. ...

Die drei Liedermacher bzw. Barden Arimin W. Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschick brachten in dem mehrstündigen Konzert neben Eigenkompositionen auch Klassiker des Folkrock wie Lieder von Bob Seeger, Neil Young oder das durch Joan Baez berühmt gewordene "The night they drove old dixie down" oder auch - passend zum Ambiente des Lokals - irische Musik.

Die musikalische Reise führte aber auch nach Indien oder - mit Shanty - an die hohe See. Mit einigen Moritaten zu aktuellen Themen wurde das Trio auch ihrem Namensuntertitel "Liedermacherei & Moritatenfolk" gerecht. "Es gibt auch in der Neuzeit einiges moritatisch aufzuarbeiten", widersprachen sie der Meinung, dass diese Liedgattung nru auf ihre Enstehungszeit, das Mittelalter, beschränkt sei. Mit Instrumentalstücken sorgten die drei in Franken lebenden Musiker für Verschnaufspausen zwischen ihren zeitkritischen Liedern, in denen es unter anderem um Alkohol, den Sommerschlussverkauf oder die "Bananenrepublik" geht. Die Konzertgäste, die das Folk Inn beinahe bis auf den letzten Platz füllten, erklatschten sich kurz nach Mitternacht noch ein paar Zugaben. ...

 

Quellennachweis: Tangrindler Nachrichten Jarhgang 28 / Nr. 44

 

 

Liebeserklärung eines Einsamen

 

"Bach 3 Barden 1 Band" im Kelle Kunst Keller / Fränkisches Trio beweist schwarzen Humor

 

avt. INGELHEIM Die Förderer der Kleinkunst hatten zu einem Liedermacher- und Moritatenfolk-Abend eingeladen mit der Gruppe "Bach 3 Barden 1 Band" (Armin Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik). Das fränkische Trio zählt zu den wenigen, die sich noch an deutsche Texte herantrauen und teilweise sehr schwarzhumorige bis boshafte Songs im Repertoire haben.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung erklärten sie, dass sie sich einem Imagewandel unterzogen hätten. Sie schrieben jetzt nur noch Liebeslieder, da bisher der Erfolg bei Frauen auf sich warten lasse. Der Song, der dann folgte, war dann aber eher die Liebeserklärung eines Einsamen an den Alkohol. Armin Bach und Stefan Kugler warfen sich in der Anmoderation vor jedem Song gekonnt die Bälle zu, erklärten, kokettierten mit ihrer Herkunft, - Stefan Kugler ist gebürtiger Norddeutscher, die beiden anderen sind Franken -, und provozierten auch ein wenig.

Das Reportoire reichte von Country über Pop, Blues und Moritaten bis zu mittelalterlichen Sprechgesängen mit sparsamer Instrumentierung, aber dafür mit teils sehr makaberen Texten. Aus ihrem Album "Alles wird gut", stellten sie den gleichnamigen Song vor. Dieser Titel war allerdings sarkastisch gemeint, denn er handelt von einem Mann, den die Firma nach 40 Jahren hinausschmeißt. Armin Bach, der die Texte schreibt, beobachtet seine Umwelt und sich selbst und reflextiert Alltägliches kritisch, manchmal mit einem Augenzwinkern oder selbstironisch, wie bei "Der alte Sack". Das Trio sieht sich aber nicht als politische Liedermacher wie sich mehrmals betonen, obwohl der Song "Schweine nach Berlin" es doch vermuten lässt.

Vor der Pause zeigte Marcus Waloschik sein virtuoses Können auf der Gitarre und begeisterte mit J.O.Witcher von Steve Morse. Die drei Barden verstehen sich als Förderer der fränkischen Kultur. Dazu las nach der Pause Armin Bach eine pointierte Kurzgeschichte über ein U-Boot im Nürnberger Dutzendteich vor. Erzählt wird von besorgten Passanten, mutigen Polizisten bis hin zum Einsatz von B 52-Bombern, die das U-Boot nur knapp verfehlen, bis sich schließlich herausstellt, dass es sich um eine Badewanne handelt. Die Moritat vom "scheußlichen Jakob" ist kompositorisch ein Meisterstück. Die drei Barden zeigten, dass sie musikalisch und instrumentell einiges zu bieten hatten ...

 

Quellennachweis: Allgemeine Zeitung vom 19.10.04

 

 

 

Sanfte Gitarren und schneidende Worte

 

Die Gruppe "Bach - Drei Barden - Eine Band" hat eine CD herausgebracht - In Liedermacher-Tradition

 

SCHWABACH - Die Gruppe "Bach - Drei Barden - Eine Band" hat ihre erste CD " Alles wird gut " herausgebracht. Sie steht in bester amerikanischer Folk-Tradition. Armin W. Bach ( Gesang/Er verhalf der Band zu Ihrem Namen), Marcus Waloschik (Gitarren, Gesang) und der Schwabacher Bassist, Gitarrist und Sänger Stefan Kugler verstehen sich als moderne Liedermacher. Diesem Anspruch wird das Trio voll gerecht. Während die sanften Gitarrenklänge und der sauber artikulierte Gesang (beides oft mehrstimmig) zart das Ohr umschmeichelt, schneiden die Worte tief in Seele, Herz und Verstand. Sie bewegen sich zwischen Melancholie ("Vielleicht im nächsten Leben") und bissig-schwarzem Humor beziehungsweise Sarkasmus ( "Heile heile Segen"). "Alles wird gut" heißt die CD. Wenn allerdings Liedermacher diese Floskel gebrauchen, weiß man genau: Das ist ironisch gemeint. Die CD vereint alle Lieder die bislang auf der Single CD " Der alte Sack" und den in Eigenregie veröffentlichten Maxi-CD´s "Käpt´n Käpt´n" und "Jakob" erschienen sind; es fehlt lediglich das Stück "Yellow Press". Ein Dutzend Titel sind auf "Alles wir gut" vereint, als Zugabe gibt es "Der alte Sack" und "Alles wird gut" noch in der (etwas längeren) Album-Version. Aus welcher musikalischen Ecke die drei Bach-Barden kommen, zeigt das Traditional "Drill ye' tarries drill", das einzige englischsprachige Stück auf dem Album und auch das einzige , das nicht aus der Feder von Bach/Kugler/Waloschik stammt. Die Texte sind durchwegs anspruchsvoll und mit Hintersinn - wie bei "käpt´n" und "Cargo" ( "Ein Hänger voll mit Bonner Schweinen muss dringend nach Berlin" ) - oder transportieren eine gehörige Portion Gesellschaftskritik ("Sommerschlußverkauf").  KEINE LEICHTE KOST   Genaues Zuhören lohnt such, es strengt aber auch ziemlich an, denn die Musik von "Bach- Drei Barden - Eine Band" ist keine leichte Kost und sie kann nicht einfach im Hintergrund mitdudeln, schon allein wegen der Texte. Die gibt es übrigens zum Mitlesen im Beihelft der gelungenen Silberscheibe.

 

Quellennachweis: Schwabacher Tageszeitung   11.102004

 

 

 

CD  " Bach 3 Barden 1 Band "    Alles wird gut

 

Der Album Titel kann nur sarkastisch gemeint sein! Und das lässt sich nicht nur aus dem Titelsong ablesen, der das Schicksal eines Mannes beschreibt, den die Firma nach 40 Jahren hinausschmeist. Armin W. Bach, der die Texte schrieb, beobachtet seine Umwelt, ja sich selbst und reflektiert Alltägliches kritisch, manchmal mit einem Augenzwinkern, oder selbstironisch wie bei Der alte Sack. Das ist echte Liedermacherei uns so instrumentiert und komponiert man auch die Songs. Stilistisch ist es Folkmusik mit Countryeinschlag, auch Anleihen bei der Klassik sind zu hören. Neben den verschiedenen Gitarren, darf auch mal das Drumset ran, oder Marcus Waloschik untermalt mit geschicktem Programming. Am Anfang turnen mich die Songs nicht so sehr an (Sommerschlussverkauf und Heile heile Segen), doch die Platte gewinnt schnell an Fahrt und wird zum Schluss hin unheimlich intesiv. Besonders die Legende vom lahmen Jakob ist musikalisch und kompositorisch ein Meisterstück. Hier zeigen die drei Barden, dass sie musikalisch und instrumentell Einiges auf dem Kasten haben.  (multikulti-music.de)

 

Quellennachweis: Zentralnerv 113 /2004  rigoros

 

 

Aus der Reserve gelockt

 

"Bach - drei Barden, eine Band" spielten in der Kleinkunstbühne auf  /  Publikum forderte Zugaben

 

Die drei Vollblutmusiker Armin W. Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik trafen am Freitagabend sicher nicht auf ein einfaches Publikum in der Kleinkunstbühne. Doch mit ihrer ehrlichen Art Musik zu machen, begeisterten sie die rund 60 Gäste.

 

Gleich im Vorfeld räumte Kleinkunstbühnen-Chef Dieter Preuss mit einem kleinen "Missverständnis" auf: "Auch wenn im Bandnamen Bach erwähnt wird, heute gibt es keine Klassik zu hören." Das fränkische Trio "Bach - drei Barden, eine Band" bezeichnet ihre Musik selbst als Mischung aus Liedermacherei und Moritatenfolk. Armin W. Bach und Stefan Kugler spielten sich gekonnt in der Anmoderation vor jedem Song die Bälle zu, erklären, kokettieren mit ihrer Herkunft (Stefan Kugler ist gebürtiger Norddeutscher, die beiden anderen stammen aus dem Frankenland) und provozieren auch ein wenig.

Ihr Repertoire reicht von Country über Pop und Blues bis hin zu Moritaten, mittelalterlichen Sprechgesängen mit sparsamer Instrumentierung, aber dafür teils makaberen Texten. So schlagen die Musiker geschickt den Bogen von der einfachen Mitklatsch-Nummer bis hin zur Provokation wie in der begeistert aufgenommenen Zugabe in der sie "Scweine nach Berlin" fahren, einem Truckersong in bester Jonny Cash-Manier. Dass die Franken mit umzugehen wissen, bewies Armin W. Bach nach der Pause, als er eine pointierte Kurzgeschichte über eine U-Boot im Nürnberger Dutzenteich vortrug. Die Geschichte erzählt von besorgten Passanten,  mutigen Polizisten ("einer bezog hinter einer ohnmächtigen, schwangeren Frau Deckung und feuerte sein ganzes Magazin leer") bis hin zum Einsatz von B'52-Bombern, die das U-Boot nur knapp verfehlen ("leider wurde ein Altenheim getroffen - der wirtschaftliche Schaden hielt sich in Grenzen"), ehe sich das U-Boot als Badewanne entpuppt.

Die Mischung aus scharzem Humor und ehrlicher Liedermacherei kam beim Publikum gut an. Erst nach zwei Zugaben wurden die Musiker von der Bühne entlassen.

 

Quellennachweis: Altmark-Zeitung / Osterburg 03.Nov.03

 

 

" Bach 3 Barden 1 Band "  CD -   Käpt'n, Käpt'n

 

Sie singen besser als alle deutschen Shanttychöre und musizieren ebenfalls besser. Ihre Songs erinnern inhaltlich etwas an Ringelnatz. Ihre Musik ist unvergleichlich mit sagenhaftem Gitarrenspiel und dynamoähnlich flottem 3 stimmigen Gesang. Leichte Anklänge zu den Comdedian Harmonists.

 

Quellennachweis: Folkmagazin Nr.  246

 

 

" Bach 3 Barden 1 Band " bot musikalische Höchstleistung

 

Eine musikalische Höchstleistung bot die "Bach 3 Barden 1 Band" am Samstagabend im Rahmen des Pegnitzer Brettls im "Schmerpfl" und hätte deutlich mehr Publikum verdient. In schwarzhumoriger Tradition gewann sie diesem Manko dennoch etwas Positives ab und machte es sich im "überschaulichen Kreise" gemütlich. Fans von feinsinniger Austo-Liedermacherei und "Moritaten"-Folk kamen bei Armin W. Bach (Gesang/Gitarre), Stefan Kugler (Bass/Gesang/Gitarre) und Marcus Waloschik (Gitarre/Percussion/Gesang) voll auf ihre Kosten. Bösartig und dennoch nicht unter der Gürtellinie nahm die Nürnberger Band so manchen menschlichen Fehler aufs Korn und geizte nicht mit sanfter Kritik. Poetische Texte, harmonische Stimmgewalt und filigrane Gitarrenkunst begeisterten die Zuhörer, denen von Shanty bis Irish-Folk Vielseitiges geboten wurde.

 

Quellennachweis: Nordbayerischer Kurier Nov. 2002

 

 

Bach - 3 Barden 1 Band "Käpt´n, Käpt´n"

 

Label: Eigenverlag; 1999; Spielzeit: 18:48 min; 5 Tracks; ohne Infos und Texte

Ja es gibt sie doch noch - kleine Bands, die ohne Beatmaschine oder Drummer einfach gute Musik machen. Drei Musiker mit ihren Stimmen, Gitarre und Bass, dazu freche geistreiche deutsche (!) Texte aus der Feder von Armin W. Bach für hintergründig schöne Denkanstöße - und nach dem dritten Hören haben sich die Ohrwürmer festgehackt. Handgemachte akustische Gitarrenmusik moderner  Spielleute.

Mit den fünf Stücken ist die CD eigentlich nur ein Appetitanreger ...

 

Quellennachweis:  Frank Jagusch - Folker 2002

 

 

Bach - 3 Barden 1 Band "Jakob"

 

Label: Eigenverlag (LC 08248); C2001; 2001; Spielzeit: 20:18 min

Das fränkische Trio Bach drei Barden eine Band zählt zu den wenigen Gruppen, die sich wie einst Zupfgeigenhansel an deutsche Texte herantrauen, und sie beweisen dabei sogar noch Humor. Einen Plattenvertrag bekommt man damit leider offensichtlich nicht, so daß die zweite CD-Single "Jakob" ebenso wie ihre Vorgängerin "Käpt´n, Käpt´n" kaum den Weg in die Plattenläden finden wird - wo die von Gudio Apel liebevoll gestalteten Cover ihnen vielleicht den einen oder anderen Zufallskäufer bescheren würde. Das ist schade, denn die insgesamt neun Stücke auf den beiden Silberlingen können sich wirklich hören lassen.

 

"Jakob" enthält vier davon, allesamt Texte von Armin W. Bach in wunderbaren Vertonungen in drei Stimmen, Gitarren und Bass. Mir gefallen am besten die Moritat "Die Legende vom lahmen Jakob" und der tröstende Brief an eine ferne Geliebte, "vielleicht im nächsten Leben" ("Komm, komm, es soll halt nicht sein / das Schicksal hat es eben ganz anders gemeint / Im nächsten Leben wird neu gegeben / und vielleicht, vielleicht, vielleicht sind wir dann dabei ..."), aber auch die satirischen Stücke "Cargo (Schweine nach Berlin)" und "Der Hans" überzeugen mit ihrem boshaften Humor.

 

Quellennachweis:  Anja Beinroth - Folker 2002

 

 

Bissiges überzeugt
"Bach, Drei Barden - eine Band" in Thieles Garten

 

"Es war alles noch viel besser, als wir es uns vorgestellt hatten", waren sich die Besucher in Thieles Garten einig, als das Konzert nach einigen Zugaben sein Ende fand.  Obwohl auch da noch niemand wusste, wie man die drei Musiker einordnen könnte: Das deutsche Schubladendenken funktionierte einfach nicht, bei diesem Konzert mit Liedermacherei, Moritaten, .Folk und Gitarrenakrobatik. "Bach, Drei Barden - eine Band" hatte die Hörer vom ersten Moment an mit bissigen satirischen Texten und bestechenden Vokalarrangements begeistert.  Die durchweg selbst komponierten, von Armin W. Bach getexteten und eindrucksvoll vorgetragenen Songs ließen kein Thema aus und gefielen sehr.

 

Bach begleitete sich selbst mit Gitarre und Akkordeon.  Von Stefan Kugler wurde ihm dazu ein solides präzises Fundament am akustischen Bass bereitet.  Der dritte im Bunde war Marcus Waloschik, der präzise Gitarrensoli einbrachte.  Die stilistische Bandbreite des Ensembles überzeugte die Zuhörer.

Quellennachweis:   Nordsee-Zeitung vom 04.08.2001

 

Rastaman und Spargelstecher


Es gibt sie noch: Einzelkämpfer, die mutig dem alltäglichem Einerlei der Popcharts trotzen, die unverdrossen an der Klampfe zupfen und Sozialkritik in Lieder packen.  Schlicht Liedermacher genannt.  Aber keine Panik: Die Langnamen-Combo "Bach - drei Barden - eine Band" erfüllen keineswegs jenes Klischee von Barden, die tiefsinnig und gedankenverloren mit ihren Gitarren auf Barhockern sitzen und weinerlich die Schlechtigkeit der Welt bejammern.  Im Gegenteil: Die drei "Franko-Barden" aus Nümberg hauten auf Einladung des Folk-Treffs im Kreativhaus so richtig auf den Putz: mit bissiger Poesie, tiefschwarzem Humor und einer gehörigen Portion Spielwitz. Fröhlich schrammeln sich die Alpincowboys kreuz und quer durch alle Stilrichtungen der Gattungen Folk, Folkrock, Franken-Country, Accousticrock mit bluesigem Einschlag und bissigem Wiener Schmäh.  Und Frontman Armin W. Bach hat stets das passende fränkische Gschmarri parat.  Auch wenn ihr rebellisches Matrosenlied "Käpten, Käpten" statt im Hanseaten-Tempo eher im Kosaken-Galopp daherkam - der fette Groove, den Stefan Kugler seiner selten zu hörenden akustischen Bass-Gitarre entlockt, geht unter die Haut.  Mal melodisch und poetisch, mal kraftvoll und aggressiv oder filigran und zerbrechlich zeigte vor allem Marcus Waloschik, was in seinen sechs Saiten steckt. Von melancholisch bis richtig hinterfotzig-satirisch sind die Texte: Dabei schaffen die drei schwarzgewandeten Bänkelsänger mit ihrem mehrstimmigen Gesang mühelos den Spagat vom Tiroler Rastaman zu arbeitslosen Spargelstechern, vom Loblied auf Kampftöle "Bobby Baloo" bis zur bitterbösen Moritat vom ewig ausgestoßenen "scheußlichen Jakob".

Quellennachweis:   Westfälische Nachrichten vom 24.04.2001

Folkclub Isaar  -  Bach drei Barden

 

ISAAR: - Man muss schon großes Vertrauen in seine musikalischen Fähigkeiten besitzen, wenn man mit so einem Namen durch die Lande tourt: „Bach drei Barden eine Band" nennt sich das Trio aus dem Nürnberger Raum, das die neue Saison beim folkclub Isaar eröffnete. Vor leider nur wenigen Zuhörern bewiesen Armin Bach, Stefan Kugler und Marcus Waloschik, dass sie versierte Könner auf ihren Instrumenten sind und auch stimmlich wunderbare Harmoniepassagen bewältigen. Die filigrane Gitarrenarbeit kommt vor allem bei den Instrumentalstücken zur Geltung. Hier erweist sich in erster Linie Waloschik als wahrer Meister der sechs beziehungsweise zwölf Saiten.

 

Nach anfänglichen textlichen Holprigkeiten („fragst nach dem Sinn einer Raverin") liefen die drei Musiker langsam zu Hochform auf. Und  es  kristallisierte sich  trotz eines  Konglomerats  verschiedener  musikalischer  Stilrichtungen  ( vom  Reggae  bis zu Salsa-Elementen) und einer erstaunlichen thematischen Bandbreite (wobei der Spagat von Che Guevara bis zu arbeitslosen Spargelstechern  geschlagen  wird )  doch eine  Grundrichtung heraus: Am  stärksten ist die  Gruppe mit  ihrem so  genannten Moritatenfolk. Ein  absolutes  Highlight in  dieser Hinsicht  war die  „Legende vom scheußlichen Jakob",  schaurig schön in der Tradition der vagabundierenden Moritaten- und Bänkelsänger vergangener Jahrhunderte.

 

Schwarzer Humor, verpackt in einen groovigen Gitarrensound, macht die eigentliche Substanz dieser Langnamenband aus.
Dies honorierten auch die Besucher, die sich den Namen der Gruppe sicherlich merken werden.


Quellennachweis:  Frankenpost Hof Di, 23.Jan. 2001

 

 

Kreuz und quer durch alle Stile: Drei Barden ein pures Vergnügen

Bach, Kugler und Waloschik, ein Trio mit unverwechselbarem Programm

 

RUNDING (cjr).  Vor nicht ganz ausverkauftem Haus gastierte am Freitag in der Liederbühne Robinson eine Dreierformation, die einen eigenen, unverwechselbaren Stil pflegt.  Nicht einmal die Musiker selbst finden einen Überbegriff für ihre Art zu spielen und auch der Zuhörer wüsste nicht, in welcher Schublade sie unterzubringen wären - was der Qualität des Gebotenem natürlich keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Selbstgetextete, - komponierte und - durcharrangierte Stücke, zumal sie auf meist recht hohem Niveau daherkommen sind allemal persönlicher, interessanter als irgendwelche Coverversionen bekannter Songs.  Die drei Musiker (eher aufwertend: Musikanten) bewegen sich fröhlich kreuz und quer durch alle Stilrichtungen der Gattungen Folk, Folkrock, Liedermacher, Accousticrock mit bluesigem Einschlag und bissigem Wiener Schmäh.  Dabei werden sie immer zusammengehalten durch die eindrucksvolle Stimme von Armin W. Bach, dem Gründer der Formation, der mit viel Engagement seine gesangliche Bandbreite ausspielt.  Von rauher, kehliger Tiefe bis zum scharfen, eigentlich schon recht schwarzen Farbton hat er alles drauf, was für dieses abwechslungsreiche Repertoire erforderlich ist.  Bach begleitet sich selbst - wechselweise mit Gitarre oder Akkordeon.  Ihm zur Rechten steht Stefan Kugler, ebenfalls ein alter Hase im Rockgeschäft, Mitglied mehrerer erfolgreicher Bands und regelmäßig Moderator einer Nürnberger Radiostation. Er spielt die akustische Bassgitarre, was heutzutage leider eine große Rarität geworden ist und er stellt dieses Instrument sehr groovy und slappy vor.  Anerkennenswert auch die musikalisehe Koordinationsleistung, einen Klassebass und wirklich guten Satzgesang unter einen Hut zu bringen.  Dritter im Bunde ist Marcus Waloschik, Gitarrist, auch.  Gitarrenlehrer, Mitglied in mehreren Rockgruppen und u. a. Begleiter von so namhaften Künstlern wie Konstantin Wecker oder Hannes Wader.  Neben vorzüglichem Begleit- und Satzgesang bringt er sich zumeist mit den Sologitarrenparts ein, die oft technisch recht anspruchsvoll sind, immer aber mühelos, locker und elegant wirken. Der Repertoireumfang des Trios ist recht groß, die Auswahl der Stücke vielfältig.  Von Irish Folk über angloamerikanische Arbeitersongs bis hin zur tiefschwarzen, hinterfotzig satirischen Überzeichnung à la Ludwig Hirsch wird viel geboten.  Einige Nummern erinnern im Stil an die Gruppe "Vaya con dios" - es "jiddelt" ein wenig, will sagen: Swingt mit viel Herz. Perfektes instrumentales Zusammenspiel stützt die immer sehr engagierten Texte. Jedes einzelne Stück erzählt seine eigene Geschichte, mal poetisch dann aber auch sarkastisch bis zur Blutrünstigkeit (Haus!).  Bittere Kritik über den Umgang der Gesellschaft mit Minderheiten wechselt ab mit romantischen Balladen (wunderschön: „Cheerio"), aber auch die Instrumentals kommen gut rüber. Der "Regentropfen-/Schneeflockenblues" von Marcus Waloschik solo im Stil eines Chet Atkins gespielt, war herrlich lautmalend und stimmungsvoll. Auf ihrer neuesten 1999 erschienenen CD sind die drei Barden zusammen mit u. a. Reinhard Mey und Georg Danzer vertreten, was ihren hohen Stellenwert in der Szene verdeutlichen mag. Alles in allem war dieser Abend in der Liederbühne Robinson ein Konzerterlebnis voller Vergnügen aber auch Nachdenklichkeit, das man sich jederzeit wieder gönnen sollte.

Quelle: Bayernwald-Echo - Kultur in der Region vom Dienstag, 25 Januar 2000

 

 

Beschränkt auf das Wesentliche: Drei Barden retten Ehre der Liedermacher

 

Hilpoltstein (ub) Ist die Zeit der Liedermacherei vorbei? Wenn man die tägliche Berieselung aus dem Radio über sich ergehen lässt, könnte man meinen, ja. Doch es gibt sie noch, die rühmliche Ausnahmen, die Einzelkämpfer, die unverdrossen an der Klampfe zupfen oder die Tasten quälen und Sozialkritik in Lieder verpacken. Die Auswahl ist jedoch spärlich geworden. Eine dieser rühmlichen Ausnahmen von Liedermachern, die ihren Namen zu Recht tragen, ist das Trio „Bach", das im Rahmen der Hilpoltsteiner Kult-Tour im Zwinger ein begeisterndes Gastspiel gab. Beschänkt auf das Wesentliche, nämlich Akustikgitarren und Bass, besticht das Trio seit Jahren schon mit ausdrucksstarken Songs. Nein, mit dem großen Namensvetter Johann Sebastian Bach haben sie nichts zu tun. Aber: drei Barden - eine Band? „Zugegeben, ein blöder Name, der ist so blöd, dass ihn sich jeder merken kann (O-Ton Armin W. Bach).

 

„Bach - drei Barden - eine Band" erfüllen nicht das typische Liedermacher-Klischee von Barden, die tiefsinnig und gedankenschwer mit ihren Gitarren auf Barhockern sitzen und weinerlich von der schlechten Welt berichten. Ganz im Gegenteil: Die bissige Poesie, der schwarze Humor, der Spielwitz und die Spontanität von Armin W. Bach (Gesang), Stefan Kugler (Bass) und Marcus Waloschik (Gitarre) ließen das Publikum im ausverkauften Zwinger begeistert mitgehen.

 

Musikalisch ist das Trio eher der US-Singer- und Songwriter-Szene zuzuordnen. Die Liedermacherei verbindet sich bei den dreien mit Akustik-Rock und ausdrucksstarken Songs. Ihr mehrstimmiger Satzgesang erinnerte manchmal an Crosby, Stills, Nash &   Young. Das Trio bot moderne Liedermacherei, melodisch und poetisch, kraftvoll und aggressiv, aber auch filigran und zerbrechlich. Sie sind meilenweit entfernt vom muffigen Image des einsamen Barden, der mit seinen Texten die Welt verändern will. Augenzwinkernde, sarkastische, aber auch wunderschöne Lieder machten das Konzert zu einer aufregenden Angelegenheit.

 

Geschickt vermischten die drei Barden englische und irische Songs mit deutschen Liedern Marke Eigenbau „Liedermacherei und Moritatenfolk" nennen sie selbst ihre Werke. Ganz egal, ob die Eisenbahnromantik, die indische Lebensphilosophie oder das rebellische Matrosenlied vom „Käpt`n" besungen wurde, das alles klang ehrlich und authentisch. „Wir sind keine politischen Liedermacher, aber manchmal stinkt`s uns ganz gewaltig", sagte Moderator und Leadsänger Armin W. Bach grinsend und hatte stets das passende fränkische Gschmarri dazu parat.

 

Und dann bekam auch jener Zuhörer sein Zuckerchen, der seit drei Stunden den Titel „Cheerio" hören wollte, der als einer der schönsten und gefühlvollsten Songs auf der neuen CD aufhorchen lässt. „Im nächsten Leben wird neu gegeben, und vielleicht sind wir dann dabei", hieß eine Zeile eines nachdenklichen Songs der Band. Vielleicht sind wir dann alle dabei. Oder vielleicht wenigstens beim nächsten Konzert von „Bach - drei Barden - eine Band" in Hilpoltstein im Januar 2001.

 

Quelle: 30.09.2000 Hilpoltstein Tagblatt